Wir können auch anders

Wir können auch anders
Erzähltraditionen im deutschen Film
Eine Veranstaltung des VDD auf der Cologne Conference 2015

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Über den deutschen Film wird viel lamentiert. Zu stromlinienförmig, heißt es, oder zu glanzlos oder albern, gespalten zwischen störrischem Kunstwillen und eskapistischem Kommerz. Der VDD veranstaltete gemeinsam mit VeDra einen Podiumstag im Rahmen der Cologne Conference. Wir geben vier Impulsreferate wieder mit persönlichen Betrachtungen von Dominik Graf, Roland Zag, Doris Dörrie und Dietrich Brüggemann.

Aus dem Programm der Veranstaltung:

Die vielen Zäsuren in der Historie haben viel dazu beigetragen, den deutschen Film in der Wahrnehmung abzuwerten. Die von den Nazis zerstörte Integrität des Filmschaffens und dann, eine Generation später, der kulturelle Bruch durch das Oberhausener Manifest 1962. Von da an war alles, was nach Industriell gefertigtem Glamour und nach Pathos aussah, abgelehnt von einem neuen, sperrigen Autorenkino, das bald mit dem zwar totgesagten, aber sehr erfolgreichen „Opas Kino“ (Edgar Wallace- und Karl-May-Filme) koexistierte. Bis heute prägen Schablonen und Abgrenzungen das Fernseh- und das Filmschaffen. Ist das Monieren hier selbst eine deutsche Eigenschaft - oder ist das Unbehagen über die deutsche Schuld so mächtig, dass es eine komplexe, von Neugier geleitete Betrachtung des deutschen Kinos nach 1945 verhindert?
Das wäre schade. Denn gerade in diesen Zeiten suchen hierzulande Autoren, Produzenten wie TV-Sender nach großen, aber aus Deutschland heraus erzählten seriellen Stoffen, die etwas mit der Befindlichkeit, dem Menschenbild oder der gesellschaftlichen Wahrheit hierzulande zu tun haben.

In vier Kurzvorträgen mit anschließender Diskussion streifen wir durch die Epochen des deutschen Films ab 1945, um das Typische, Erfolgreiche, aber auch das Subversive und Vergessene aufzuspüren.

Länge: 57 Minuten

[ 26. Jan 2016 ]

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