Geschichten für Morgen

Jubiläumssendung zur 100. Episode Stichwort Drehbuch
Qualität und Zukunft des filmischen Erzählens
100ste Sendung LIVE

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Der Podcast STICHWORT DREHBUCH begleitet die Arbeit von Drehbuchautoren inzwischen seit über fünf Jahren. Aus Anlass der 100sten Episode luden wir zur ersten öffentlichen Sendung ein. Es ging uns darum einen Blick auf die nächsten 100 Sendungen zu werfen: Welche Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen beschäftigen Drehbuchautoren für die nächsten fünf Jahre des filmischen Erzählens? Dabei stand im Fokus vor allem die Frage nach der Qualität und den Bedingungen, unter denen heutzutage und in Zukunft gearbeitet werden kann. Welche Wandlungen machen die Arbeitsbedingungen gerade durch? Was können Autoren selbst dazu tun, um ihre Zukunft positiv zu gestalten?

Als Gäste in der Forum Factory in Berlin waren einige prominente Autoren zu Gast, die alle auch in der Vergangenheit schon in einer Episode von Stichwort Drehbuch als Interviewpartner Rede und Antwort gestanden haben. Und zwar:

Rodica Döhnert
Fred Breinersdorfer
und Sascha Arango

Moderation: Oliver Schütte und Frank Zeller

Alle Bilder zum Beitrag:

Jubiläumssendung zur 100. Episode Stichwort Drehbuch
Das Panel
Rodica Döhnert
Fred Breinersdorfer
Sascha Arango
[ 21. Nov 2013 ]

Kommentare

Zunächst einmal vielen Dank

Zunächst einmal vielen Dank für den und herzlichen Glückwunsch zum 100sten Podcast! Auch wenn die Diskussion sich recht schnell von der Ausgangsfrage (vermutlich weil es auf sie keine Antwort geben kann) wegbewegt hat, war's doch sehr interessant.

Trotzdem fehlte mir eine Erörterung über die Legitimität und die Folgen der Quotenhörigkeit bei den ÖR-Sendern im Hinblick auf filmischen Content.

Schließen sich hohe Quoten (sprich das, was die Sender als "hoch" erachten) und wirklich hochqualitative Filme und Serien grundsätzlich aus? Es gibt genügend Beispiele für und gegen diese These.

Was bedeutet es aber für deutsche Drehbuchautoren und die ÖR-Sender, wenn sich Anpruch/ Mut/ Experementierfreude und Quote eben nicht prinzpiell ausschließen (müssen)?

Wie kriegt die Gemeinschaft der Kreativen die ÖR-Sender überhaup dazu, der unseligen Quotenhörigkeit zu entsagen? Kann sie es überhaupt? Was wären die Alternativen? Ausschließlich Lobgesände des Föjetons?

Da in dem Gespräch die vermeintliche "Freiheit" des Internets angesprochen wurde: Sind Klickzahlen kein Quoten?

Können Kreative in Deutschland überhaupt (dauerhaft) außerhalb der Senderstrukturen arbeiten, um ihre Visionen zu verwirklichen?

Zum Respekt vor Autoren:

Da gebe ich zunächst Frau Döhnert völlig Recht: Respekt fängt bei einem selbst an. Was bedeutet es für mich, Drehbuchautor zu sein? Wie sehe ich mein Handwerk? Ist es nur ein Beruf oder eine Berufung? Bin ich Dienstleister (Kellner) oder Schöpfer (Koch)? Was will ich erreichen? Was ist mir wichtig? Usw.

Und dann kommt die nächste Frage: Wie verhalte ich mich in Redaktionsonferenzen? Wie verteidige ich das, was mir als Autor wichtig erscheint? Bin ich offen für Vorschläge/ Änderungswünsche oder sehe ich diese stets als Bedrohung meiner Vision an? Kann oder will ich überhaupt Kompromisse eingehen? Kann ich überhaupt inhaltlich argumentieren? Wie verhalte ich mich, wenn ich das Gefühl habe, das Redakteure völlig am Stoff vorbei "agumentieren"? Usw.

Für diese ganzen individuellen Haltungen, die sehr viel mit Selbstachtung dem Selbstverständnis als Autor zu tun haben, kann man keine Charta oder was auch immer aufsetzen, da das alles nicht normierbar ist.

Was man allerdings normieren kann - und was mit Respekt vor den Autoren als Schöpfer und Urheber zu tun hat -, sind die Bezahlung, Klauseln, die ein Herauskicken des Autors während des Stoffentwicklungsprozesses verbieten, Mitspracherechte bei (gravierenden) Änderungen, was vermutlich vor allem jungen Autoren und Einsteigern zugute käme.

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